Texte

Regiert

Kommt kehrt mein Innerstes nach außen und legt mich in Akten an, zensiert mich registriert mich und sagt mir was ich kann. Messt mich aus biometrisch und teilt mich in Raster ein, korrigiert mich und bestraft mich und haltet mich klein. Bin ich ausgewiesen, bin ich nummeriert, abgezählt, zerrissen und ausspioniert. Erzieht mich, unterwerft mich und stellt mir ein Zeugnis aus, weil wer hier will steigt auf und wer nicht passt fliegt raus

So haben wir scheinbar alle unser Leben delegiert, aber Hauptsache wir haben all die Jahre funktioniert. So haben wir scheinbar alle unser Leben delegiert, aber Hauptsache wir waren all die Jahre gut regiert.

Kommt kehrt mein Innerstes nach außen und zeigt allen was ich bin, wo ich Paybackpunkte sammel und was ich dabei Gewinn. Gebt mir eine Norm und dann gebt mir nen Vergleich, verkauft doch meine Daten und werdet davon reich. Sagt mir dass ich hässlich bin und ich bleibt zu haus und messe ganz allein meinen Bodymaßindex aus.

Nehmt mir meine Waffen meine Kleider meinen Mut, durchleuchtet mein Gehirn und sagt mir was es mit mir tut. Schreit mich an, ich schrei zurück und ich schäme mich sogleich, ich liege euch zu Füßen und biete euch mein Fleisch, mein Wissen meine Ängste und meine DNA; auch Tagebuch und Führungszeugnis hab ich für euch da. Nehmt euch was ihr wollt: ich geb euch alles was ich bin. Doch bitte gebt ihr meinem Leben einen Sinn.

Wieder

Schon wieder brennt die Erde, schon wieder klingt, klingt das Schweigen so gefährlich und schon wieder kommt einer nicht heim. Schon wieder brennen Fackeln, schon wieder klingen leere Wort so gefährlich und sie lassen ihn einen großen Sieger sein.

So stolz hast du geschworen, so stolz bist zu marschiert, und hast dir deine Hände dann per Knopfdruck blutbeschmiert. So stolz hast du geschworen so stolz bist du marschiert, und bist dann an den Lügen ganz jämmerlich krepiert.

So viel liegt heut in Trümmern, in Blut getränktem Qualm, ihr feiert die Soldaten feiert sie so wie sie fallen!

Und kehrst du einen Tages in Holz gebettet heim, dann steht vielleicht dein Name irgendwo in Stein. Und die Kränze und Medaillen verleihen deinem Tod einen Sinn. Vom Sterben fürs Vaterlande schallt ein Lied über Gräber dahin. Die Ordnung dieser Dinge im Chaos nur versinkt, und jeder auf das Streben noch weiter Hymnen singt.

Und wenn doch dieser Krieg, genau hier beginnt, wollen wir dafür sorgen, dass er hier auch sein Ende nimmt!

Rebellin

Und die Rebellin in mir schreibt to-do-Listen in Form von PostitsNotizen, die sie in meinen Terminkalender klebt. Und sie ist es, die Photoshopmodels aus Magazinen reißt und in zwischen meine Tagebuchseiten legt. Sie kommt an mit 2 kleinkarierten Karteikarten um damit mit mir Memorie zu spielen. Und  schenkt mir dann immer wieder Whiskey nach, um all die monotonen Perspektiven runter zu spülen.

Und sie schreibt mir einen Lebenslauf und macht mich glücklich, sie schreibt mir Liebensbriefe und macht mich völlig verrückt. Sie gibt dem Wahnsinn mit jedem Wort neue Namen. Und am Ende der Nacht ist sie wunderschön und völlig missglückt.

Und sie malt mir wann immer ich will ein neues Bild in den Spiegel und wischt es wieder weg wenns mir nicht gefällt. Und die hat Geduld mit mir denn meistens gefällts mir nicht, weil das Ideal so hohe Ansprüche an mich stellt. Und sie bastelt aus Schuhkarton für jeden Raum einen Kummerkasten in den ich all meine Sorgen werfen kann. Und dann will sie mir beweisen dass ich nicht perfekt bin stellt mir eine Liste mit all meinen Fehlern zusammen. Sie erklärt mir wie die Welt funktioniert, weil sie hat die „Psychologie Heute“ abonniert. Und dann kopiert sie mir Artikel über Pubertätskrisen und fragt wann ich endlich erwachsen werde.

Ich will Geschichten schreiben statt Terminkalender füllen. Weil ich lieber Freiheit statt Freizeit will. Will wieder Hausfriedensbrüche anstatt Hausverbote, weil mir diese Diskussionen doch echt irgendwie zu blöd sind.

Ich will Lieber versuchen Widersprüche auszuhalten anstatt daran kaputt zu gehen. Lieber Differenzen ertragen als mich rechtfertigen zu müssen auf welcher Seite ich steh. Wer sich dem Mainstream in den Weg stellt muss damit rechnen vom Mainstream überrollt zu werden. Ja klar! Drum sammelt nur weiter Pokale und Orden und haltet eure Dokumentenmappe in Ordnung um jederzeit Bewerbungen oder Harz IV Anträge einreichen zu können. Und sie liest meine Tagebücher und ist schon nach der ersten Seiten eingeschlafen. Und im Schlaf erzählt sie allen meine Passwörter. Ich wenn ich nicht die passenden Wörter finde um meine Gedanken in Texte zu fassen, dann hat sie tolle Ratschläge wie einfach treiben lassen oder mal die Gitarre stimmen.  Aber ich steh doch sowieso schon auf Treibsand. Und irgendwas stimmt doch sowieso nicht.

 

Voll ins Schwarze

Mal wieder voll ins Schwarze und wir stehn mitten drin. Asche unter unsren Füßen, Feuer hinter unsrer Stirn. Der Sand brennt in den Augen und er nimmt mir meine Sicht. Dabei wär ich doch so gern dabei wenn alles hier zusammen bricht. Will nicht sagen müssen ich hätts nicht versucht, meistens geht ja viel zu wenig und die meisten sind doch ständig auf der Flucht. Vor sich selbst oder den anderen, mensch ich bin hier auch nicht ewig und hab schon so lange nach gesucht. Doch ich werds wohl niemals finden, oh das alles sitzt so tief und so oft da stand ich einfach mitten drin. Nicht dazu fähig mich zu binden und so oft allein am Rand, stets wartend auf den großen Neu-Beginn.

Und ich hab so viel Barrikaden gebaut, und am Ende komm ich selber nicht mehr raus. Und du hast dir so viele Mauern gebaut und am Ende sind wir hier vielleicht zu haus.

Mal weder voll ins Schwarze und ich lieg mitten drin. Eine Schale voller Asche ist noch alles was ich bin. Das Feuer ist erloschen die Tränen trocken wenns sie gab. Und wie viel der großen Träume liegen unberührt im Grab? Ich weiß nicht was du meist wenn du ‚da kommt noch was‘ versprichst und dabei immer auf der Stelle nur in gleiche Spuren trittst. Lässt alles so passieren aber ich glaub nicht mehr daran, komm ich doch immer wieder bloß nur beim ‚schon-dagewesen‘ an. Dein Leben ist vielleicht wie ein beschissener Roman, doch die Abenteuer wirst du in der Hölle hörn. Und jetzt hör auf mich zu beruhigen und hör auf mich zu versteht und schreib nur weiter deine Listen mit den Dingen die dich störn.

Mal wieder voll ins Schwarze und ich find keinen Halt. Kann nicht sehn wohin die Reise mit mir geht. Ich mach mir immer wieder klar, mein Glück liegt nicht in deiner Hand und dass es auch nicht oben in den Sternen steht. Mensch ich will hier drin nicht sterben, kommt ihr Mauern macht mir Platz, damit ich wieder etwas weiter sehen kann. Ich will weg ich will nach haus und halt mich dabei fest, am Tor zu Welt was mich nicht lässt.

Der letzte Tanz

Von der Welt verlassen wirft sie  Tränen in den Sand und wartet bis ein Baum aus ihnen wächst. Er soll die schönsten Früchte tragen; voller Sünde, voller Leben, will sich dort schlafen legen im Geäst. Sie hat ihn Tag und Nacht beweint doch selbst nach soviel Jahren wächst in ihrem Garten doch bloß Schutt und Staub. Sie hat ihn Tag und Nacht bewacht doch selbst nach soviel Jahren sitzt sie immer noch bloß doch  in Schutt und Staub. Sie tanzt sich die Füße blutig auf ihrem Blumenbeet aus Glas und glaubt euch eure Lügen nicht. Will sich nicht in dieses schöne Raster fügen, will nicht warten bis sie Lob und Tadel bricht. Sie träumt in deinem Arm voller Sünde, voller Leben und hat dabei die Augen zu gemacht. Frag nicht was sie will und frag sie nicht was Liebe ist, denn sie ist jetzt bei dir und nur für eine Nacht. Setzt der Horizont dir Grenzen oder zeigt er dass es keine gibt, wenn man versteht wie fern er wirklich liegt? Und wenn er uns heute in die Ferne ruft, ist er dann aus schwerem Stahl wenn man sich liebt? ‚Wenn nach dem Flug der Fall kommt, was kommt dann vor dem Flug?‘ So fordert sie mich auf zum letzten Tanz. ‚Ich will nicht  Schutt und Asche und ich will kein halbes Leben, nein, ich will es gar nicht oder ganz. ‘ So hört man noch die Worte die sie in die Ferne schrie, nach Abendteuer und ein bisschen Anarchie. Sie lacht mich an und dann macht sie die Leinen los  und sagt im Gehen das ist der Sturm mit dem ich zieh.

Lotte

Lotte war in meiner Klasse und saß meistens ganz vorn. Blick immer Richtung Lehrer und mit gespitzen Ohren. Ich weiß nicht ob sie was verstand von dem was da geschah, Lotte war halt Lotte und immer war sie pünktlich da. Süß und brav und zickig, hatte nicht viel zu sagen, wenn sich der Arm mal hob, dann warns meist blöde Fragen, wir sind damals eher auf Distanz geblieben, haben höchstens mal voneinander Hausaufgaben abgeschrieben. Doch als ich sie dann nach ein paar Jahren wieder sah, da waren wir uns plötzlich sogar körperlich sehr nah. Da stand sie dann vor mir mit Schlagstock in der Hand,  Ich in ner Demo, und sie im Spalier am Rand. Ihr wars n bisschen peinlich hat mich schüchtern angelacht,  ich war ganz entsetzt Lotte, mensch Lotte was ham die aus dir gemacht?

Doch Lotte ja die zieht sich heute bunte Kleider an, malt sich ein Transparent und hängt sich an die Demo dran,  Lotte ist jetzt frei und sie singt für die ganze Stadt: „BRD, Bullenstaat – wir haben dich zum kotzen satt“. Und Lotte malt mit bunten Farben an jede Wand:„Helme ab und Denken und dann vom Protest zum Widerstrand“

Guten morgen Lotte lass die Uniform im Schrank, Ey das macht doch keinen Spaß komm meld dich einfach krank. Es gibt so viel zu sehen, und es gibt so viel zu tun, Und so viel Zeit um dich dann davon auszuruhen. Lotte die kämpft heute für ein selbstbestimmtes Leben und hat diesem System endlich den Laufpass gegeben.

 

Sie schaut mich an

die Welt schaut mich an mit Dollarzeichen in den Augenund ich, ich kann nichts sehn. Die Welt schaut mich an mit Fragezeichen in den Augen und ich kann die Fragen nicht versteh. Die Schöpfung hat die Welt mit dem Heiligenschein gekrönt und sie trägt ihn beim Ausgang stolz spazieren.

und die Welt sie neigt ihr Haupt zu mir herab. Ich küss sie auf die Strin und lass meine Narben dort zurück.

Und sie schaut mich an mit Sehnsucht in den Augen und ich kann sie alleine nicht befreien. Und sie flüstert leise in die Leere ihrer Zelle „Bitte lass mich nicht allein“

Die Welt schaut mich an mit bösem Funkeln in den Augen und mir fällts schwer zu widerstehn. Und wie oft hab ich ihr zu liebe meine Träume schon gegen Kompromisse eingetauscht? Und sie schreit mich an mit zittern in der Stimme, dass ich doch tun muss was sie sagt.

Wie lange dauert denn der Weg zum Himmel und kann ich wieder zurück? und wieviel sind denn die Sternentaler wert? Kann ich sie aus den Wolken pflücken und wird man reich dabei? Oder sind sie einfach nur schön anzuschauen?

Wir nehmen uns was wir brauchen

unterm Pflaster da liegt noch immer zu unsern Füssen der Strand, hol die Steine aus den Reihen und wir geben sie euch wieder die Chance in der Hand.                                             Und den Raum den ihr uns nehmt, der geht jetzt Stein für Stein an euch zurück, und die Flugbahn diesmal euch an den Abgrund treibt und die Scherben bringen unser Glück.           Oh baut doch Mauern aus diesen Trümmern! Doch lasst uns damit in ruh! Weil wir doch nur die Freiheit wolln und genügend Raum dazu.

Und unsere Leute und unsre Lieder, die tanzen Löcher in Asphalt. Und ihr stolziert auf euern Scherben und wir nehm uns was wir brauchen, wenn nicht letzte Nacht dann schon bald.

Und Freiraum heißt für uns Leben, doch in euerer Ordnung ist das nur Gefahr. Plätze seh ich überall, und auch so ist doch genug von allem was für alle da.Und wir wollen auch diese Stadt nicht, die mehr verbietet als sie dir erlaubt! Und wir wolln auch kein Erlaubnis, nein wir wollen eine Welt in der es keine Freiräume mehr braucht!!!

die Häuser in den Himmel und die Mieten hinterher, Spekulanten nehmt euch bloß in acht! Weil die Straßen und die Häuser, ja die sind zum leben und nicht für eueren Geldbeutel gedacht!

Und manchmal da spiel ich gerne für die Puppen hier, die zeigen kein Gesicht. Doch weil auch der Gehweg weh gehört erlaubt man mir die Musik vorm Schaufenster hier nicht. Weil wenn hier diese lauten, diese assozialen Schnorrer stehn, ja dann vertreibt das doch die Kundschaft und dann kann man ja die Deko im Fenster gar nicht sehn.

und ihr tragt gläserne Flügel, und die sind zum Fliegen nicht bereiet. Und wenn nach dem Sturz nicht viel weiter bleibt als verletzte Eitelkeit. Und alles hier voller Splitter und alles voller Blut beim Blick zurück. Doch ich schau nach vorn und ich denk mir ach die Scherben; Scherben bringen Glück!

Auf den Dächern

Viel zu viele Worte die drehn sich schon viel zu lang im Kreis, und die kommen nirgends an. Viel zu viel Worte die drehn sich schon viel zu lang im Kreis und die ändern nix daran

Und er will viel lieber mit Bengalos auf den Dächern stehn, den Dächern irgendeiner Stadt. Und will ganz weit, bis ans Ende gehen, hat das Puppenspiel da unten satt. Er will viel lieber mit der Fahne auf den Dächern stehn, den Dächern irgendeiner Stadt. und will von dort das Feuer unten brennen sehn – hat die Kälte hier so satt!

Vor Freude auf den Dächern tanzen weil sich unten was bewegt, im Feuern Schein vor Freude schrein weil da endlich mal was geht. Nicht mehr hoffen, sondern losziehn mit den Sternen durch die Nacht. Sich endlich traun, die Ketten brechen und dann wütend in die Schlacht

sie will viel lieber oben auf den Dächern stehn, den Dächern einer großen Stadt. Und will von dort aus ganz weit in die Ferne sehn, hat den Maskenball da unten satt. Will sich im Mondlicht auf den Dächern drehn und singen für die ganze Stadt und von dort oben das Feuer unten brennen sehn. Hat die Kälte hier so satt!

Man sieht die beiden oben auf den Dächern stehn, den Dächern irgendeiner Stadt. Hört wie sich singen und wie sie sich in den Flammen drehn, hat den Protest schon lange satt. Die Stadt will lieber jetzt in Ruhe schlafen gehn und Träumen vom nächsten Arbeitstag. Doch sie könn von oben viele Feuer brennen sehn, hier in irgendeiner Stadt.

Fesseln

(C) Wenn sich die Schlinge auch um (a) deine Flügel legt, wenn (e) deine Seele auch manchmal (a) auch an Ketten geht. (C) Der Begriff der Freiheit in diesen (a) Tagen seinen Sinn verliert, und (e) jeder ansatt zu fliegen nur im Gleichschritt mit (a) marschiert.

Um deine Kehle legte sich der kalter Strick, der dir den Atmen nimmt und deinen Schrei erstickt. Es ist immer jemand da der dich sehen kann, doch es gab niemanden der dir zur Hilfe kam.

(C) Wenn es stimmt man spürt die  Fesseln nicht, wenn (a) man sich nicht bewegt, dass lass uns (E) tanzen. Dann lass uns (a) tanzen. Und wenn es stimmt man spürt die Fesseln nicht wenn man sich nicht bewegt, dann lass uns fliegen!

Und wenn wir beim Versuch zu fliegen im Boden unsre Fesseln spürn, die Worte in uns hörn die uns zu andern Wegen führn. Wenn beim Versuch zu Kämpfen unsre Fäuste eine Schlinge hält, wir uns vergeblich wehrn gegen die Monster dieser Welt.

Dann hör nicht hin wenn das Gespenst die neue Flügel verspricht! Denn sie sehen nur schön aus, fliegen kann man damit nicht! Es hat uns aus Blut und Gold die schönsten Schlösser gebaut, doch wir haben an diese falsche Freiheit nicht geglaubt.

 Wenn es stimmt man spürt die Fesseln nicht, wenn man sich nicht bewegt, dass lass uns tanzen! Und wenn es stimmt man spürt die Fesseln nicht wenn man sich nicht bewegt, dann lass uns fliegen!

Dornröschen

(G) Ein Land liegt wunderschön still (h) schlummernd im Dornröschenschlaf und (G) verschläft doch bloß (Fis) die (h) Revolution. (G) Der kleine Traum will fliegen, lernte (h) niemals wie das geht und (G) zerbricht dann hart am (Fis) kalten (h) Beton.

Die Rosenhecke wuchert legt das Land in Dunkelheit, das wartet heimlich auf den ersten Kuss. Die Rosenhecke wuchert und zertrennt die Zweisamkeit, weil ja jeder für sich selber kämpfen muss!

Der kleine Traum der klettert auf die Barrikaden hoch und reicht mir dann von dort aus seine Hand, ich schaue dann von oben vorwurfsvoll zu mir herab, und steh doch mit dem Rücken an der Wand.

Mit dem Rücken an der Wand und der Rauch trübt meine Sicht doch kann ich dort den Wind in meinen Federn spürn. Die Leben in der Hand, die Bedeutung kenn ich nicht, und ihr könnt sie doch auf eure Weise führen. Könnt mein Leben doch auf eure Weise führn

Ein Land liegt wunderschön still schlummernd im Dornröschenschlaf und es gehtin unsern Flammen auf! Und ich nehme mir mein Leben dann zurück…

Der erste Stein

(a) Die Freiheit auf Papier, reitet leere (E) Paragraphen. (a)Wenn man sich nicht dran hält danngibt’s erst (E)Prügel uns dann Strafen. (a)Du hast ihnen vertraut, und sie (E) lassen dich im Stich. Doch (a) du bist registriert, sie (E) vergessen dich nicht

(d) Eure Freiheit die braucht Knüppel zur (a) Verteidigung, manchmal (E) kann man spürn wie sehr sie in den Augen (a) brennt. Das bleibt  (d) Folter das bleibt Zwang,  das bleibt (a) Mord und das bleibt Krieg, (E) mir ganz egal wie ihr das (a) nennt. (d) Eure Freiheit verblutet an (a) ihren Rosenkränzen. Eure (E) Freiheit verblutet an ihren (a) Stacheldraht Grenzen. (d) Sie versteckt sich hinter Masken – und (a) schirmt das Übel vor dir ab und (E) schaufelt vor der Tür ein (a) Seebestattungs Massengab.

(a) Und sperrt die Freiheit dann in (E) eure Kerker ein. (d) Und der Bulle in (a) zivil der wirft für (E) uns den ersten (a) Stein. (d) Er trifft euch hart, er trifft euch (a) mitten ins Gesicht. Aber (E) keine Sorge, nichts von dem war (a) wertvoll was zerbricht 

Ihr schützt euch, beutet aus und werdet terrorisiert. Unsre Träume haben eure Grenzen auch ganz ohne Pass passiert. Ihr schaut in die Ferne, dümmer mit jedem Tag – ohne das was passiert und ohne dass das jemand mag. Und wir stehn  im toten Winkel beim Blick durch die Kameras – Hauptsache das was ihr da seht macht Angst und das macht Spaß. Doch in einer Festung kann es keine Freiheit geben – Darum nieder mit den Mauern her mit dem Leben!

Deutschland?

Welche Farben deine Flagge trägt, das ist mir ganz egal, ich hoffe nur du trägst sie heut zum letzten mal. Stacheldraht in schwarz und rot um unser gold gezogen – haben wir uns verraten? Oder wurden wir betrogen? Ihr strebt Brüderlich mit herz und hand – Aber was sagt Mutter Erde zu euerm Vaterland? Wer sind denn diese Brüder? Und wer draf hier nicht rein?

Und Deutschland Deutschland was soll das sein?

Ihr steht auf weil ihr ganz stolze Deutsche seid und die Mauer wächst die in diesen Farben gedeiht. Es welkt im schatten  dieser Flagge – Freiheit Recht und  Einigkeit. Denen die Hilfe suchen bleibt der Zutritt verwehrt. Wir fühlen uns strak und frei, doch bleiben hier drin eingesperrt. Ihr denkt es reicht halt nich für alle, nicht jeder kann hier rein!

Aber Deutschland Deutschland, was soll das sein?

Welche Stimme wird gehört und wer zu Schweigen gabracht? Wer hat die Welt geschaffen und wer wieder kaputt gemacht? Und sie stehen auf weil sie ganz stolze Deutsche sind, aber nicht nur auf dem rechten Auge, auch mit dem Herzen blind. Es brauch nur wenig Hände damit die Mauer bricht, doch vom schwarz-rot-gold geblendet sieht man hinter ihr das Sterben nicht. Ihr schreit die woll nur unseren Wohlstand, ihr klagt das ist gemein!

Aber Deutschland Deutschland was soll das sein?

Schnewittchen (mit Knarre)

(Fis, A, H, A)

Einen Traum aus Kindertagen aus Ruinen ausgegraben, fragt sie unter Tränen still was die Welt da von ihr will. Wenn meine nackte Seele einsam vor dem Spiegel tanz – geschmückt nur mit dem unsichtbarem Band. Dann ich mich daran zerbrechen – und werd den Spieglein an der Wand! Und er zerbricht in seine Teile 1000 Augen starren stumm. Und Schnewittchen mit der Knarre die legt diesen Wahnsinn um. Du fragst wohin mit all den Scherben, und die Lüge schlägt zurück! Die PerlenKette fällt dem Zeitgeist bricht es das Genick.

(D, H, Fis, A) Spieglein Spieglein an die Wand! Spieglein Spieglein an die Wand!

(Fis, A, H, D)

Welches Kleid trägt man heute hier zu diesem Lied? Woran werd ich hier gemessen und worin liegt der Unterschied? In welche deiner Schubladen pass ich damit rein? Und gibt’s da vielleicht eine nur für mich allein?

(Fis, A, H, A)

Eure Norm die glotzt mir hier andauernd hinterher. Und ich seh vor lauter Beauty all das schöne gar nicht mehr. Was ist einfach schön und wann wird daraus Gewalt? Und wer hat aus diesen Farben hier ein Stillleben gemalt? Was ist einfach schön und was hast du dafür bezahlt? Und wer hat aus diesen Farben hier ein Stillleben gemalt

Spieglein Spieglein an die Wand! Spieglein Spieglein an die Wand!

Welches Kleid trägt man heute hier zu diesem Lied? Woran werd ich hier gemessen und worin liegt der Unterschied? In welche deiner Schubladen pass ich damit rein? Und gibt’s da vielleicht eine nur für mich allein?

(Fis, A, H, A)

Was darf ich heute tragen? Wer darf ich heute sein? Was ist hier akzeptiert und womit komm ich hier nicht rein? Wohin führen mich diese Zeichen? Wie hab ich mich inszeniert? Wo gehör ich hin und was hab ich noch nicht ausprobiert? Was ist hier normal und wer passt hier nichts ins Trugbild? Und weil viel zählst hier das was in diesem Haus als schön gilt? Und selber auch nich besser! Trotz allem ganz konform. Und so super Autonom in unser Szeneuniform!

Trotz allem ganz konform – in dieser Szeneuniform

Elende Banden

(a, C, d, E)

Gebt und Zuckerbrot gebt und die Peitsche, euer Staat ist trotzdem Scheiße! Wir sind laut und wir snd viele trotz des Brotes trotz der Spiele.

(a) Ihr legt uns in Ketten, nur (C) zu unserem Besten – (d) doch ihr werdet schon (E) sehen was ihr davon (a) habt! schöne Körper in reinen Westen, doch ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Kauft euch Träume in eurer Boutike, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Lasst euch fesseln von denen die ihr liebt, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Euer Boot ist voll und ihr geht über Bord, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Mit euch der Staat mit euch Gottes Wort, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt!

Ihr versucht es weiter doch das Sytem des kanns nich Wir sind alle 129! Treibt uns auseinander? Ihr habts nicht verstanden. Wir bleiben hier und wir bilden Banden!

 Schickt uns Knüppel schickt uns ein Antikonflikt Team ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. Broadcast your self in deinem livetream,  ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. Geb mir Befehle gebt mir ein Feindbild – ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Gebt mir Stolz, Vaterlands Schutzschild – ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Gebt allem neue Namen, allem neuen Antrich, ihr werdet schon noch sehen was ihr davon habt! Wir sind alle 129! Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt!

Nehmt uns die Häuser und wir nehmen uns die Stadt – ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Wir setzen Zeichen euern König schachmatt – ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Gebt mir Zuckerbrot gebt mir die Peitsche, ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Ihr lasst mir die Wahl zwischen Scheiße und Scheiße! Ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Wir brechen Gesetze nur zu unserm Besten – ihr werdet schon sehn was ihr davon habt! Wir spucken Blut auf eure reinen Westen – ihr werdet schon sehn was ihr davon habt!

Ihr versucht es weiter doch das Sytem des kanns nich Wir sind alle 129! Treibt uns auseinander? Ihr habts nicht verstanden. Wir bleiben hier und wir bilden Banden!

Wir bleiben Elende Banden!

 

Grausames spiel

Von den Banken wird das Übel in die Welt hinaus getragen. Und die Verlierer hört man nach dem Sinn in diesem Unsinn fragen. Wer hat Angst wer hat  zu wenig und wer liebt es hier zu sehr,

wir haben schon so viel erreicht doch wir wolln immer noch mehr. Noch mehr Geld noch mehr Waffen noch mehr Land und noch mehr Macht. Noch mehr Kontrolle, mehr Verbote und alles gut bewacht. Und ich da draußen immer zu auf der Suche nach mir Selbst . Auf dem Weg zum Ziel wo du dir nur noch solche Fragen stellst. Auf der Suche nach sich selbst in den Sternen ganz verlorn. Doch vom Vaterland behütet fühlst du dich wie neu geboren

Wo wolln wir hin, wo sind wir stehn geblieben, und was ist mit unsern Träumen dann passiert?

Wohin, wohin hat es uns getrieben? Und was ist mit uns passiert?

Böse Regeln, böse Lügen, leere Herzen, leere Leben, tote Spieler, ferne Ziele, dumme Führer, krankes Spiel. Ihr spielt ein grausames Spiel das für die meisten schon verloren ist. Der Verlierer ohne Recht in seiner Rolle schon geboren ist. Dank grausamen Regeln das grausame Ziel: Der Profit, ein Menschenleben zählt da nicht mehr allzu viel. Und ihr preist weiter das System, das System das so viel Elend bringt, sprecht weiter das Gebet, was einfach nur nach Lüge klingt.

Unendlich stunden im Kampf gegen die Zeit verbracht. Viel zu oft aus schönen Träumen wieder aufgewacht. Denn Träume für die Freiheit sind Träume für den Sieg, sind Träume gegen Feigheit

Und Träume gegen Krieg. Und ich ergeb mich den Visionen lass mich von der Sehnsucht führn. Ich will doch nur ein wenig fliegen, nur ein bisschen davon spürn.

 

Neue Welt

Wenn wir in diesem Traum ertrinken nicht weiter vorwärts gehen, wenn wir nicht nach hinten schaun, uns nur noch um uns selber drehn. Wenn wir in diesem Traum ertrinken, nur noch auf der Stelle stehn; wenn wir nicht mehr nach vorne schauen, uns nur noch um uns selber drehn. Wenn wir nicht mehr nach Antwort suchen, sich keine Frage uns mehr stellt, wenn wir nichts mehr versuchen, und uns alles irgendwie gut gefällt, wenn wir nicht mehr nach Gründen fragen, wenn alles egal ist was heute schon nicht zählt, wenn jeder stumm und jeder brav das kleinste Übel für sich wählt.

Alles neu, alles glänzt und alles strahlt und die Welt mit schönen neuen Farben angemalt neues Zeitalter, doch alles nur schein – denn hast du nicht bezahlt, kommst du nicht rein

wenn alle nur nach eignen Zielen streben und jeder irgendwo den Rest vergisst, alle gehen nur auf gegeben Wegen, wenn keiner mehr den Pfad verlässt, wenn alle blind und sorglos leben, und keiner dabei irgendwas vermisst, wenn wir für Konsum und Schönheit alles geben, und dabei vergessen wer man ist. Wenn keiner mehr die Gärten gießt, und keine Blumen für uns mehr blühn, wenn keine saubrer Bach mehr fließt, und alle Wege nur zum Abgrund führn, wenn auf unserer Reise viele Häuser liegen, doch alle mit verschlossenen Türn, die Sonne immer heißer brennt, aber wir die Wärme nicht mehr spürn.

wenn die Nacht kalt und dunkel bleibt, wenn kein Stern mehr für uns scheint, wenn wir in diesem Traum ertrinken, keiner mehr nur noch eine Träne weint, wenn in unsren leeren Herzen, im stillen Hass und Neid gedeiht, wenn wir nicht mehr mit unsren Schwestern fühlen, und jeder nur versinkt im seinem eignen Leid. Wenn wir mit unserer Luxusyacht versinken, und jeder im diesem Leid ertrinkt, wenn wir am Schein der neuen Welt erblinden, jeder sein Lied für sich alleine singt. Wenn keine Liebe mehr in unsren Herzen brennt, aber nach außen jeder so fröhlich klingt, wenn keiner mehr sich selber kennt, ein falsches Lächeln auf die Missgunst schminkt

 

Leben auf Zeit

Du erwachst aus bunten Träumen und tauchst in den Tag in neues Grau . Was nimmst du heut in kauf? Was ist dir davon geblieben und wieviel gibst du dafür auf?

Die Tänzerin mit in deiner Spieluhr dreht sich immerzu zum gleichen Lied.  Immer schneller um sich selbst und die Tage machen keinen Unterschied. Du denkst wird’s irgendwann mal, besser, und schon ist irgendwann vorbei.  Denkst wird’s irgendwann mal besser, und schon bist du nicht mehr dabei. Leben auf Zeit und die Stempeluhr misst deinen Wert, um welche Rate hast du heut Grundkapital vermehrt? Die Stunden waren fleißig haben deine Träume grau bemalt und wurden sogar pro Stunde für bezahlt. Die Stempeluhr zählt deine Tage und du wartest immer noch auf s nächste Lied. Sanduhr abgelaufen und aufs Neue umgedreht und immer wieder ohne Unterschied. Die Sanduhr läuft – hinter euch her und hat euch längst schon eingeholt.  Und während du wartest und auf bessere Zeiten hoffst, hat sie dich wieder überholt . Ein Auge blickt in die Ewigkeit – Ein Augenblick der ewig bleibt. Doch ohne Zeit und Ziel und bedeutet er für euch nicht viel  Als Beleidigung den Stundenlohn, Verteidigung die kommt dann schon. Doch du hast so lang gewartet und dich heute wieder nicht gewehrt. Die Sanduhr abgelaufen und auf neue umgekehrt .

Du erwachst aus bunten Träumen und taucht in den Tag in ein neues Grau. Was nimmst du heut in kauf? Was ist dir davon geblieben und wieviel gibt’s du dafür auf? Und die Zeiger die drehn so ihre Runden und immer ohne Unterschied. Die Stempeluhr zählt deine Tage und du wartest immer noch auf s nächste Lied. Hast du die Zeit vertrieben was ist dann von ihr geblieben? Hast du eine neue Seite ins Geschichtenbuch geschrieben?  Oder hast du tatenlos wieder nur bei zugesehn; Und dich still beklagt wie langsam sich die Zeiger drehn?

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